In der Vor- und Nachsaison wünschen sich jedes Mitglied und die Badegäste wärmeres Wasser. Das ist verständlich. Gleichzeitig ist das Aufheizen eines Freibades sehr aufwendig.
Ein Schwimmbecken enthält eine sehr große Menge Wasser. Diese Wassermenge lässt sich nicht schnell erwärmen. Selbst bei durchgehendem Heizbetrieb steigt die Wassertemperatur bei kühlem Wetter oft nur langsam. Grob gerechnet kann unter solchen Bedingungen etwa 0,5 Grad Temperaturgewinn pro Tag möglich sein.
Der wichtigste Einfluss ist das Wetter. Besonders kalte Nächte, kühle Tagestemperaturen und Wind sorgen dafür, dass das Becken ständig Wärme verliert. Auch eine nächtliche Abdeckung mit einer Schwimmbadfolie kann diese Verluste nur verringern, aber nicht vollständig verhindern.
Hinzu kommen die hohen Kosten: 24 Stunden Heizen eines Schwimmbeckens kosten bei Volllast rund 800 Euro brutto. Diese Summe bezieht sich ausdrücklich nur auf das Heizen eines Beckens. Weitere Betriebskosten sind darin nicht enthalten, zum Beispiel Personal, Wasser, Chemie, Strom für Pumpen und Technik, Wasseraufbereitung sowie weitere laufende Kosten.
Wichtig ist auch: Eine erreichte Wassertemperatur bleibt bei kühlem Wetter nicht von allein erhalten. Um die Temperatur zu halten, müsste die Heizung praktisch dauerhaft auf Volllast weiterlaufen. Sonst verliert das Becken wieder Wärme.
Als Verein müssen wir deshalb in jeder Saison sorgfältig abwägen, wann der Einsatz der Heizung sinnvoll und verantwortbar ist. Wir möchten gute Bedingungen für all unsere Mitglieder und Besucher schaffen, müssen aber zugleich verantwortungsvoll mit Energie und Kosten umgehen.
Je milder die Tage und vor allem die Nächte sind, desto besser bleibt die Wärme im Becken. Dann kann die Schwimmbad-Heizung deutlich wirksamer eingesetzt werden.