Niklas Schmidt: Das Urgestein verlässt Poseidon

23-jähriger Hamburger wechselt von der Elbe an die Wupper 

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Wasserball-Bundesligist SV Poseidon Hamburg muss einen schmerzlichen Abgang verkraften: Urgestein Niklas Schmidt verlässt die Eidelstedter um ein duales Studium im Maschinenbau beim führenden Heizungs- und Klimatechnikunternehmen Vaillant in Remscheid im Bergischen Land zu beginnen. "Ich habe beruflich ein sehr gutes Angebot bekommen“, so Schmidt. „Es fällt mir als eingefleischter Hanseat sehr schwer, den Verein nach so vielen Jahren zu verlassen. Die Jahre in der Jugend, aber vor allem auch im Männerbereich haben mich sehr geprägt!" Schmidt war in den vergangenen vier Jahren eine absolute Stammkraft im Kader von Hamburgs Nummer eins und traf als Abwehrspezialist in der abgelaufenen Bundesligasaison achtmal.

 

„Sein Abgang ist ein tragischer Verlust für uns“, so Poseidons-Coach Florian Lemke. „Mit Niklas verbinden wir einen super Charakter, Leidenschaft, Ehrgeiz und bedingungsloser Einsatz, einfach alles“, ist der 27-jährige Trainer voll des Lobes über den bisherigen Abwehrfels in seinem Team. Lemke kann die berufliche Entscheidung nachvollziehen. Ganz dem Wasserball wird Schmidt nicht verloren gehen. Künftig schnürt er seine Kappe für den Zweitligisten SG Wuppertal/Solingen. Ganz aus Hamburg wird sich Niklas Schmidt nicht verabschieden, seine Freundin Nationalspielerin Lynn Kruckenberg, 19, spielt für den Eimsbütteler TV in der Frauen-Bundesliga. „Im September wird es ein großes Fest geben und da wird auch Niklas seinen gebührenden Abschied bekommen“, verrät Poseidons Manager Lars Hinkelmann schon mal.

 

Wasserballer seit der Grundschule

 

Erste Station in der Wasserballkarriere war der Altonaer TSV. Bereits als Sechsjähriger fing Niklas dank seines Vaters im Hamburgs Westen an. Mit 13 Jahren ging es in der Jugend über SV Poseidon, HTB 62 und zum Bundesligateam des SV Poseidon. „Mein großer Förderer war Landestrainer Lutz Müller, der mich als Jugendlicher für das Training begeistert hat und mir das Vertrauen in den Umbruchphasen gegeben hat. Für mich ist der SV Poseidon in den Jahren zu einer kleinen Familie geworden“, bedankt sich Schmidt für die gemeinsamen Jahre.